UWG und PIRATEN: klares Nein zu weiteren Kreditzahlungen an VFL

Ratsgruppe hält VFL-Rettungsversuch auf Kosten der Steuerzahler für unverantwortlich

Bereits in der Ratssitzung vom 11.12.2012, in der ein 3,6 Millionen Kredit beschlossen wurde, sprachen sich UWG und PIRATEN deutlich gegen die Be- schlussvorlage der Verwaltung aus. Ratsmitglied und Pirat Ralf ter Veer unterstreicht seine Meinung dazu: “Unabhängig davon, ob der VFL bis zur gesetzten Frist ein Sanierungskonzept vorlegen wird, ist mir bei unserer gegenwärtigen finanziellen Lage unverständlich, wie dem Steuerzahler zugemutet werden kann, immer wieder in ein Unternehmen Geld zu pumpen, dass sich durch die eigene Misswirtschaft und Überheblichkeit in diese Lage gebracht hat! Argumentiert wird hier mit dem Interesse der Öffentlichkeit.” Aus Sicht der Ratsgruppe UWG und PIRATEN ist es eine Frage der Prioritäten, die in Anbetracht der hohen städtischen Verschuldung eigentlich ganz leicht zu beantworten sein sollte: “Es kann doch nicht im Interesse der Steuer zahlenden Bürger sein, dass an allen Ecken und Kanten - wie z.B. bei Kitas, Bibliotheken oder Jugendzentren - auf Teufel komm raus gespart und gekürzt wird, während Millionen in den professionellen Leistungssport gepumpt werden!”

Entsprechend sieht sich auch UWG-Ratsherr Wulf-Siegmar Mierke ganz klar in der Pflicht den Bürgern gegenüber die getroffenen Vereinbarungen nun auch stringent einzuhalten: “Die Bewilligung des Kredits, der im Dezember gegen unsere Stimmen, aber dennoch mehrheitlich vom Rat beschlossen wurde, ist aus meiner Sicht hinfällig, wenn bis zum 28.02.2013 kein Sanierungskonzept vorliegt!” ergänzt Mierke. Die Befürworter des VFL-Rettungsrings argumentieren unter anderem mit einer finanziellen Belastung für die Stadt in Höhe von über 5 Millionen Euro, die eine Insolvenz des Vereins mit sich brächte. “Aber auch ein Sanierungskonzept gibt uns nicht die Garantie, dass eine Insolvenz in jedem Fall abgewendet werden kann! Und somit sprechen wir dann von mehr als 8,6 Mill Euro, die auf dem Rücken der Steuerzahler unwiederbringlich verloren wären.” ergänzt Mierke.

Über das angekündigte Sanierungskonzept müssen die Ratsmitglieder zunächst in den politischen Gremien beraten. “Diese enormen Belastungen dürfen nicht einfach durchgewunken werden - wenn das Konzept nicht tragfähig ist, dann sollte es lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende geben” schließt ter Veer ab.