UWG und PIRATEN: Kein Kuhhandel am Neumarkt!

Ratsgruppe befürwortet mehr Aufenthaltsqualität am Neumarkt statt Baulos 2.

Die Umgestaltung des Neumarkts rückt näher und nimmt konkretere Formen an. Laut Aussage der Stadt ist die Umsetzung des so genannten “Baulos 2” für dieses Vorhaben Grundvoraussetzung - also der Verkauf des Grundstücks vor H&M (ehemaliger Stadtwerkepavillion) an Theodor Bergmann, der im Gegenzug auf seine Rechte am Neumarkttunnel verzichtet. Das von Bergmann geplante Bürohochhaus auf diesem Grundstück hält die Ratsgruppe UWG und PIRATEN aber für kontraproduktiv im Sinne des Bürgergutachtens. “Das Baulos 2, das Bergmann will um die Käuferströme näher zu seinem Center hin zu kanalisieren, würde den Platz verbauen und damit auch einer späteren Entwicklung - wie z.B. einer möglichen Stadtbahn - im wahrsten Sinne des Wortes im Wege stehen.” erklärt UWG-Ratsmitglied Wulf Siegmar Mierke.

Möchte man, wie im Bürgergutachten ausgearbeitet, den Charakter des Neumarkts verändern, muss durch urbane Gestaltung die Aufenthaltsqualität auf dem Platz gesteigert werden, um die Johannisstraße attraktiver zu machen und dem neuen Graben seine derzeitige Barrierewirkung zu nehmen. Auch die ver- schiedenen Planungsansätze für den ÖPNV spielen dabei eine Rolle: “Nur ein Verzicht auf das Baulos 2 gibt uns die Möglichkeit, die Qualität des ÖPNV nachhaltig zu verbessern, dabei aber auch die Aufenthaltsqualität zu berücksichten” betont ter Veer, Ratsmitglied der PIRATEN.

Nach Auskunft der Firma mfi, die für die Planung und Bau des neuen EKZ verantwortlichen ist, ist eine Realisierung des Baulos 2 keine Voraussetzung für die weitere Projektentwicklung. Die Gruppe UWG und PIRATEN ist daher davon überzeugt, dass das Baulos 2 auf keinen Fall die städtebaulich optimale Lösung ist und es ratsamer wäre, notfalls bis 2020 zu warten, wenn die Rechte Bergmanns am Neumarkttunnel erlöschen.