Pressemitteilung der Gruppe UWG und Piraten: Wirtschaftliche Interessen nicht über Tierwohl stellen!

Gruppe UWG und Piraten kritisieren erneuten Zirkusauftritt mit Wildtieren

Mit großem Unmut reagiert die Fraktionsgruppe der Unabhängigen Wählergemeinschaft Osnabrück (UWG) und Piraten auf das im Juli anstehenden Gastspiel des Wildtier-Zirkusses Krone an der Halle Gartlage. "Wir waren sehr erfreut darüber, dass sich die Osnabrücker Herdbuch eG (OHG) unserem Ratsbeschluss vor knapp über zwei Jahren angeschlossen hatte und diesen konsequent an potenzielle Interessenten weitergeben wollte. Um so unbegreiflicher ist es für uns, dass die OHG nun doch die wirtschaftlichen Interessen dem Tierwohl vorgezogen hat. Auch wenn es rein rechtlich zulässig ist, sind wir der Meinung, dass solche Gastspiele mit Wildtieren in Osnabrück nichts zu suchen haben", kritisiert Wulf-Siegmar Mierke, Ratsmitglied der UWG.

Im Dezember 2015 beschloss der Rat, auf Antrag der Gruppe UWG und Piraten, kommunale Flächen nicht mehr für Gastspiele von Zirkussen mit Wildtierhaltung zu vergeben. Im Zuge dessen wurde die Verwaltung gleichzeitig beauftragt, in einem direkten Gespräch darauf einzuwirken, dass auch die OHG als Haupteigentümer der Flächen an der Halle Gartlage, diese Flächen nicht mehr Zirkussen zur Verfügung stellt, die Wildtiere mitführen bzw. zur Schau stellen. Im Laufe der damaligen Gespräche stand noch ein letztes Gastspiel des Zirkus Probst im Raum, das aufgrund bereits vorliegender Verträge nicht abgesagt werden konnte. "Wir waren allerdings der festen Überzeugung, es handle sich um das letzte Gastspiel eines Wildtierzirkusses in unserer Stadt. Das Ganze ist unverständlich, gerade weil uns heutzutage Zirkusse wie Roncalli beweisen, dass es auch ohne Wildtiere eine atemberaubende Show geben kann. Traurig, dass das gegebene Wort der OHG nur ein Lippenbekenntis war" ergänzt Fraktionskollege Nils Ellmers von den Piraten.