Pressemitteilung der Gruppe UWG und Piraten: Masterplan Mobilität in Gefahr - Stadtbahn als Ausweg?

Gruppe UWG und Piraten fordern aktuelles Gutachten

Bereits im Oktober vergangenen Jahres sprachen sich Ratsmitglieder mehrer Fraktionen für eine Stadtbahn in Osnabrück aus. Die Ziele des Masterplans Mobilität bezüglich der Erhöhung des ÖPNV-Anteils können wahrscheinlich nicht erreicht werden. Deswegen scheinen immer mehr der Osnabrücker Lokalpolitiker die Stadtbahn als eine ernstzunehmende Alternative zu betrachten.

Auch die Gruppe UWG und Piraten steht in engem Kontakt mit Akteuren der Stadtbahninitiative. Es werde sich kontinuierlich ausgetauscht, über die Vor- und Nachteile, die Fördermöglichkeiten von bis zu 90% aus Landes-, Bundes- und EU-Geldern und auch die Auswirkungen durch die Veränderungen am Neumarkt diskutiert. Insgesamt stellt es sich für die Gruppe so dar, dass die Ergebnisse der 2013 erstellten ÖPNV-Machbarkeitsstudie (Lindschulte-Gutachten) für eine ausführliche Diskussion nicht ausreichend sind. Diese berücksichtigt beispielsweise nicht den gesamten Verkehrsraum Osnabrück, sondern beschränkt sich auf das Stadtgebiet. Außerdem liefert das Gutachten keine rechnerische Kosten-Nutzenanalyse. Ein positiver Kosten-Nutzen-Faktor könne mit einer Stadtbahn jedoch erreicht werden,  schrieb Thomas Polewsky von der Stadtbahninitiative in einer Stellungnahme zur Studie.

Es kann davon ausgegangen werden, da bei einer Stadtbahn mit weniger Autoverkehr zu rechnen ist, dass die Luftqualität in der Stadt sich mit einer Bahn verbessern würde.

"Da die Stadtbahn überwiegend auf eigenem Gleiskörper geführt würde, ist nicht von einer Gefährdung von FahrradfahrerInnen durch die Tramschienen auszugehen, so Nils Ellmers, Ratsmitglied der Piraten". "Wir benötigen eine fundierte Berechnung des Kosten-Nutzen-Faktors und müssen den Verkehrsraum über die Stadtgrenzen hinaus denken", ergänzt Wulf-Siegmar Mierke, Ratsmitglied der UWG. Des Weiteren führt der Vorsitzende der Gruppe UWG und Piraten an, dass die Ziele des Masterplan Mobilität ohnehin schwer zu erreichen seien. Somit stelle die Stadtbahn eine vielversprechende Option dar, um die anvisierte Steigerung des ÖV-Anteil von 8% auf 19% bis 2025 zu erreichen. Eine mehr als ernstzunehmende mögliche Alternative, weshalb die Gruppe fest entschlossen ist, bei diesem Thema aktiv am Ball zu bleiben.